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2025-10-16 10:05 Lesezeit: 6 Min

USA vs. China: Zölle, seltene Erden und neue Wirtschaftsordnung

Die aktuelle geopolitische und wirtschaftliche Landschaft ist geprägt von eskalierenden Handelsspannungen zwischen den Vereinigten Staaten und China, die durch gegenseitige Strafmaßnahmen und einen Zusammenbruch der diplomatischen Handelsgespräche gekennzeichnet sind. Diese Reibung wurzelt in Chinas bestimmter Wirtschaftspolitik, einschließlich der Verhängung von Exportkontrollen für kritische Rohstoffe wie Seltene Erden, was zu Vergeltungsmaßnahmen der USA und ihrer Verbündeten geführt hat. Die Situation deutet auf eine anhaltende mangelnde Deeskalation bei Handelshemmnissen und ein Versäumnis bei der Schaffung neuer Wege für kommerzielle Beziehungen hin.

Chinas Umsetzung von Exportbeschränkungen für Seltene Erden und andere Rohstoffe stellt eine signifikante Abkehr von etablierten Handelsnormen dar und löst eine entschiedene Reaktion der Vereinigten Staaten aus. Dieser Schritt, der als "Befehls- und Kontrollstrategie" beschrieben wird, steht im Gegensatz zur Ausrichtung westlicher Verbündeter, die unabhängige Wirtschaftspolitiken priorisieren. Die Wirksamkeit solcher Kontrollen wird getestet, da sie globale Lieferketten beeinflussen und China potenziell von wichtigen Handelspartnern isolieren.

Die Integrität früherer Handelsabkommen wurde in Frage gestellt, mit Berichten, dass China Vereinbarungen, einschließlich des Phase-Eins-Handelsabkommens vom Januar 2020, nicht eingehalten hat. Dieses Verhaltensmuster hat zu Frustration bei internationalen Partnern geführt, darunter Australien, Japan und die Europäische Union, zusätzlich zu den Vereinigten Staaten. Die Regierung von Präsident Trump hat ihre Absicht signalisiert, erhebliche Zölle zu verhängen, die für den 1. November angesetzt sind, sollte China seinen Kurs nicht ändern.

Eine Perspektive legt nahe, dass Chinas aktuelle Handlungen eine Reaktion auf wahrgenommene Rückschläge im Nahen Osten sein könnten, insbesondere in Bezug auf die diplomatischen Initiativen von Präsident Trump und den Umgang mit dem Iran. Weitere diplomatische Bemühungen, wie die Konzentration von Präsident Trump auf die Lösung des russisch-ukrainischen Konflikts, könnten zusätzliche Herausforderungen für Chinas strategische Interessen darstellen, insbesondere wenn es als Unterstützer der Verliererseite in geopolitischen Streitigkeiten wahrgenommen wird.

Darüber hinaus zielen Gesetzesvorschläge im US-Senat darauf ab, erhebliche Zölle auf Chinas Käufe von russischem Öl zu erheben, wobei einige eine Abgabe von 500 % befürworten. Historische Präzedenzfälle mit Indiens Einstellung der russischen Ölimporte nach einem 50%igen Zoll deuten auf potenzielle signifikante Auswirkungen auf die internationalen Energiemärkte und Chinas strategische Partnerschaften hin.

Über die unmittelbaren Handelsstreitigkeiten hinaus haben China und seine BRICS-Verbündeten ihre Anlageportfolios nachweislich umgeschichtet, erhebliche Goldreserven angehäuft und gleichzeitig ihre Bestände an US-Schatzanweisungen um etwa 50 % reduziert. Diese strategische Neuzuweisung von Vermögenswerten wird weithin als Bemühung interpretiert, den Status des US-Dollars als globale Reservewährung zu untergraben.

Als Reaktion auf diese Herausforderungen für die Dominanz des Dollars hat Präsident Trump eine klare Haltung eingenommen und die Stärke und Vorteile des US-Dollars betont. Seine Regierung hat Skepsis gegenüber Initiativen wie BRICS geäußert und angedeutet, dass solche Wirtschaftsblöcke eine direkte Herausforderung für die etablierte Finanzordnung darstellen. Er hat angedeutet, dass eine Teilnahme an BRICS zur Verhängung von Zöllen führen könnte, was dazu führt, dass Länder aus dem Bündnis austreten.

Ein möglicher Weg zur Deeskalation könnte ein Treffen auf hoher Ebene zwischen Präsident Xi und Präsident Trump auf der APEC-Konferenz beinhalten. Eine solche Begegnung könnte eine Rückkehr zu Diskussionen über die Reduzierung von Handelshemmnissen und die Förderung globaler wirtschaftlicher Prosperität ermöglichen. Wenn China jedoch seinen derzeitigen bestimmenden und scheinbar unkooperativen Ansatz fortsetzt, insbesondere inmitten wahrgenommener geopolitischer Nachteile, wird die Reaktion der USA unter der Führung von Präsident Trump wahrscheinlich fest bleiben.

Mia Keller
Autor
Deutschland

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