Die Eskalation geopolitischer Spannungen, insbesondere zwischen den Vereinigten Staaten und China, in Verbindung mit einer wachsenden Nachfrage nach kritischen Industriemetallen schaffen ein komplexes und potenziell volatiles Umfeld für die Kupfermärkte. Während technologische Fortschritte und Infrastrukturentwicklungen seit langem einen mittelfristigen Anstieg des Kupferverbrauchs signalisieren, bestimmen jüngste Angebotsstörungen und strategische nationale Interessen nun kurzfristige Marktbewegungen und unterstreichen die Fragilität globaler Lieferketten. Der CEO der London Metal Exchange (LME), Matt Chamberlain, zieht Parallelen zwischen der aktuellen Dynamik des Kupfermarktes und den jüngsten Streitigkeiten zwischen den USA und China über Seltene Erden. Er stellte fest, dass eine kurzfristige Angebotsknappheit, die als "Backwardation" bezeichnet wird, die Kassapreise für Kupfer über die Dreimonats-Futures getrieben hat, eine Umkehrung der typischen Markterwartungen. Diese Situation verdeutlicht, wie Angebotsdruck, und nicht nur mittelfristige Nachfragetreiber wie KI, Bauwesen und Elektrifizierung, derzeit die Marktpreise bestimmen. Chamberlain betonte, dass der Marktkonsens ein deutliches Nachfragewachstum über ein breites Spektrum von Anwendungen hinweg erwartet, vom alltäglichen Bauwesen bis hin zu fortschrittlichen Technologien.
← Zurück zu den News
2025-10-18 05:50
Lesezeit: 6 Min
Analyse
+1
Kupfermarkt: Geopolitik und Nachfrage treiben Preise an
Autor
Deutschland
Erstellt researchbasierte Zusammenfassungen, die bei Entscheidungen helfen.
Kernpunkt
Die Kennzahl, die den Ton setzt.
Marktblick
Wo sich Kapital und Stimmung bewegen.
Weiterlesen
Zum nächsten Artikel.