Globale Märkte reagieren auf politische Unsicherheit in den USA und veränderte Wirtschaftsaussichten
Die globalen Finanzmärkte verzeichneten in der vergangenen Woche signifikante Bewegungen, wobei die Währungsbewertungen nach einer Phase der Dollar-Abschwächung eine bemerkenswerte Erholung erlebten. Diese Entwicklung unterstreicht die Empfindlichkeit der großen Volkswirtschaften gegenüber den Entwicklungen in den Vereinigten Staaten, insbesondere in Bezug auf die Fiskalpolitik und die geopolitische Stabilität. Investoren beobachten aufmerksam die Signale der Federal Reserve bezüglich der zukünftigen Geldpolitik, da Hinweise auf mögliche Zinssenkungen weiterhin Anlageklassen von Edelmetallen bis hin zu Energie-Rohstoffen beeinflussen.
Der US-Dollar sah sich Gegenwind ausgesetzt und verzeichnete einen wöchentlichen Rückgang gegenüber einem Korb wichtiger Währungen. Diese Abwertung wurde teilweise auf anhaltende Bedenken hinsichtlich eines möglichen
Government Shutdowns in Washington zurückgeführt, was eine Unsicherheit in den Markt brachte. Der Dollar-Index, ein wichtiger Indikator für seine Stärke, verzeichnete die schlechteste Performance seit Juli, was eine breitere vorsichtige Stimmung unter den Händlern widerspiegelt. Diese Unsicherheit wurde durch das Ausbleiben des offiziellen Berichts über die Nichtlandwirtschaftlichen Beschäftigungszahlen, einen entscheidenden Wirtschaftsindikator, verstärkt. Marktteilnehmer kalkulieren die Möglichkeit von zwei weiteren Zinssenkungen durch die Federal Reserve im laufenden Jahr ein, eine Aussicht, die weiterhin Handelsstrategien prägt.
Inmitten dieser Währungsschwankungen zeigte der Euro Widerstandsfähigkeit und verzeichnete einen leichten Gewinn gegenüber dem Dollar, während auch das britische Pfund zulegte. Ebenso erlebte der japanische Yen eine deutliche wöchentliche Aufwertung. Die Erwartung weiterer geldpolitischer Lockerungen durch die Federal Reserve, gepaart mit geopolitischen Risiken, hat die Nachfrage nach sicheren Anlagen gestärkt.
Gold steigt inmitten der Nachfrage nach sicheren Anlagen auf neue Höchststände
Die
Goldpreise stiegen und setzten damit eine bemerkenswerte siebenwöchige Gewinnserie fort. Dieser Aufwärtstrend wurde durch eine Kombination von Faktoren angeheizt, darunter politische Unsicherheiten in den USA und steigende Erwartungen an eine lockerere Geldpolitik der Zentralbanken. Das Edelmetall erreichte kurzzeitig ein Allzeithoch, was seine Attraktivität als Absicherung gegen wirtschaftliche und politische Instabilität unterstreicht.
Während auch Gold-Futures die Woche mit erheblichen Gewinnen abschlossen, was das starke Interesse der Anleger an sicheren Anlagen widerspiegelt, blieben die vorherrschenden geopolitischen Risiken in Washington ein wichtiger Treiber. Analysten der UBS haben weiteres Aufwärtspotenzial für Gold prognostiziert und gehen davon aus, dass es in den kommenden Monaten frühere Rekordstände übertreffen könnte. Dieser Optimismus wird durch die Erwartung negativer Realzinsen und eine mögliche Schwächung des US-Dollars untermauert.
Ölpreise fallen aufgrund von Angebotsbedenken und schwachen Nachfragesignalen
Im Gegensatz zur Entwicklung bei Edelmetallen schlossen die
Rohölpreise die Woche mit erheblichen Verlusten ab. Dieser Rückgang wurde maßgeblich durch die Aussicht auf ein erhöhtes Angebot der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) und ihrer Verbündeten bestimmt. Sowohl die Brent- als auch die West-Texas-Intermediate (WTI)-Benchmarks verzeichneten deutliche wöchentliche Rückgänge, die größten seit Monaten.
Die Marktstimmung wurde weiter durch Erwartungen an eine Produktionssteigerung im November und die erwartete Wiederaufnahme der Ölströme aus der irakischen Region Kurdistan belastet. Zusätzlich zu den bärischen Aussichten zeigten Daten der Energy Information Administration (EIA) einen Anstieg der Rohöl- und Kraftstoffbestände, was auf eine nachlassende Nachfrage hindeutet. Diese Faktorenkombination deutet auf einen erheblichen Überschuss auf dem globalen Ölmarkt für den Rest des vierten Quartals und Anfang 2026 hin, was die Preise unter Druck setzt.
Quellen