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2025-09-22 04:48 Lesezeit: 5 Min

Dollar steigt nach Fed-Zinswende: Euro stabil, Pfund fällt

Der Dollar hat durch geldpolitische Anpassungen an Stärke gewonnen, da die Federal Reserve eine Zinssenkung um 25 Basispunkte vornimmt. Dieser Schritt, zusammen mit anhaltenden Erwartungen weiterer Lockerungen, hat ein dynamisches Umfeld an den globalen Devisenmärkten geschaffen und die Entwicklung wichtiger Wirtschaftsindikatoren beeinflusst. Der US-Dollar-Index hat seinen Aufwärtstrend fortgesetzt und erreichte nach der Entscheidung der Fed mit einem Anstieg von 0,3 % 97,662. Diese Aufwertung steht im Gegensatz zu anderen wichtigen Währungen: Der Euro hielt sich bei 1,1818 USD stabil, während das britische Pfund einen bemerkenswerten Rückgang von 0,6 % auf 1,3468 USD verzeichnete. Der japanische Yen blieb bei 147,975 stabil. Marktbeobachter wie Marc Chandler deuten auf diese Dollarstärke als konträre Bewegung gegen frühere signifikante Verkaufsdruck hin. In Großbritannien wird die Schwäche des Pfunds auf fiskalische Bedenken zurückgeführt, die bessere als erwartete Einzelhandelsumsatzdaten für August überschatten. In Japan hat eine Meinungsverschiedenheit unter den Mitgliedern der Bank of Japan Spekulationen über eine mögliche Zinserhöhung bei ihrer Oktobertagung angeheizt.

Goldpreise spiegeln die doviche Haltung der Fed wider

Gold-Futures schlossen die Woche mit einem Aufwärtstrend, wobei die Frontmonatskontrakte rund 0,3 % zulegten. Diese Performance wird weitgehend durch die Markterwartungen einer fortgesetzten akkommodierenden Geldpolitik der Federal Reserve gestützt. Analysten heben eine vom Markt eingepreiste Wahrscheinlichkeit von 92 % für eine weitere Zinssenkung der Fed im Oktober hervor, was die Nachfrage nach dem Edelmetall direkt stützt. Darüber hinaus bietet das anhaltende Interesse der Zentralbanken an der Aufstockung ihrer Goldreserven eine strukturelle Untergrenze für die Goldpreise. Die vorherrschende Meinung ist, dass die Richtung der US-Geldpolitik kurzfristig der Haupttreiber für Gold bleiben wird und einen Aufwärtstrend aufrechterhält.

Rohölpreise unter Druck durch Angebotsüberschuss

Die Rohölpreise sind gesunken, wobei Brent-Rohöl bei 66,68 USD pro Barrel (-1,1 %) und WTI bei 62,68 USD pro Barrel (-1,4 %) schloss. Diese Abwärtsbewegung erfolgte trotz der Zinssenkung der Federal Reserve, die typischerweise den Energieverbrauch ankurbelt. Analysten weisen auf das anhaltend große Angebot als Schlüsselfaktor hin, das durch die reduzierten Förderkürzungen der OPEC und die trotz Sanktionen unveränderten russischen Exporte noch verschärft wird. In den Vereinigten Staaten trug ein signifikanter Anstieg der Destillatbestände um 4 Millionen Barrel zum bärischen Druck auf die Ölpreise bei. Energieagenturen signalisieren eine schwächere globale Nachfrage, die durch die laufende Raffineriewartungssaison, die den Rohölverbrauch einschränkt, weiter verschärft wird.
Mia Keller
Autor
Deutschland

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