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2025-10-15 09:58 Lesezeit: 6 Min

US-Autos: Durchschnittspreis übersteigt erstmals 50.000 Dollar

Der US-Neuwagenmarkt hat einen beispiellosen Preispunkt erreicht: Im September überstieg der durchschnittliche Transaktionspreis erstmals die Marke von 50.000 US-Dollar. Dieser Meilenstein markiert eine anhaltende Preissteigerung mit einem Anstieg von 2,1 % gegenüber August und einem Anstieg von 3,6 % im Jahresvergleich, was das stärkste jährliche Wachstum seit Anfang 2023 darstellt. Gleichzeitig erreichte die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) für Neuwagen im September mit 52.183 US-Dollar ebenfalls einen Rekordwert, was einem Anstieg von 4,2 % gegenüber dem Vorjahr entspricht, da Fahrzeuge des Modelljahres 2026 in die Händlerbestände gelangten.

Veränderte Konsumlandschaft und Wachstum des Premiumsegments

Ein bemerkenswerter Trend, der zu diesem Anstieg der durchschnittlichen Transaktionspreise beiträgt, ist die zunehmende Nachfrage nach Luxus- und High-End-Fahrzeugen. Im September kosteten über 60 Automodelle im Durchschnitt über 75.000 US-Dollar, wobei fast 94.000 dieser Premiumfahrzeuge verkauft wurden, was 7,4 % aller Neuwagenverkäufe ausmachte. Dies ist ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahresanteil von 6 %. Im Segment der sechsstelligen Fahrzeuge zeigte sich der Cadillac Escalade als besonders beliebt, mit kombinierten Verkäufen seiner verschiedenen Konfigurationen von 4.320 Einheiten im September.

Faktoren, die die Preisinflation im Automarkt antreiben

Branchenexperten führen diese anhaltende Preisinflation auf eine Kombination von Marktdynamiken zurück. Die abnehmende Verfügbarkeit von Fahrzeugen in der Preisklasse unter 20.000 US-Dollar bedeutet, dass preissensible Verbraucher zunehmend auf den Gebrauchtwagenmarkt gedrängt werden. Mehrere Faktoren werden als Hauptursachen für die steigenden durchschnittlichen Transaktionskosten identifiziert. Dazu gehören die steigenden Preise für Elektrofahrzeuge (EVs), die Auswirkungen von Zöllen, die vorgeschriebene Integration neuer Ausstattungen und die anhaltende Beliebtheit von Hybridmodellen sowie die robuste Nachfrage nach Lastwagen, einschließlich vollelektrischer Varianten.

Anreizausgaben und die Rolle wohlhabender Käufer

Trotz der Rekordpreise erhöhen die Automobilhersteller ihre Ausgaben für Anreize wie Rabatte und Sonderangebote, um den Absatz anzukurbeln. Im September erreichten die Anreizausgaben 7,4 % des durchschnittlichen Transaktionspreises, was etwa 3.700 US-Dollar entspricht. Dies deutet auf einen Markt hin, in dem die Hersteller Strategien anwenden, um die hohen Listenpreise auszugleichen. Darüber hinaus scheint der aktuelle Neuwagenmarkt maßgeblich von wohlhabenden Haushalten beeinflusst zu werden, die einen besseren Zugang zu Kapital und günstigere Darlehenszinsen haben. Diese demografische Gruppe stützt die Nachfrage im oberen Marktsegment sowohl für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor als auch für Elektrofahrzeuge.

Der Elektrofahrzeug-Anteil der Preissteigerungen

Der durchschnittliche Transaktionspreis für neue Elektrofahrzeuge stieg im September ebenfalls an und erreichte 58.124 US-Dollar. Diese Zahl spiegelt einen Anstieg von 3,5 % gegenüber einem revidierten, niedrigeren durchschnittlichen Transaktionspreis für EVs im August wider. Dieser Anstieg könnte teilweise darauf zurückzuführen sein, dass Verbraucher ihre EV-Käufe beschleunigen, um von verfügbaren steuerfinanzierten Anreizen vor deren Auslaufen zu profitieren. Das Zusammenspiel von sich entwickelnder Technologie, staatlichen Politiken und Verbraucherverhalten prägt weiterhin die Entwicklung der Neuwagenpreise.
Mia Keller
Autor
Deutschland

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