Millionen britischer Haushalte stehen diesen Herbst vor erhöhten Energierechnungen, nachdem Ofgem die Preisobergrenze für Verbraucher mit Wirkung zum Oktober nach oben korrigiert hat. Diese Anpassung wird zu einem Anstieg der durchschnittlichen jährlichen Energiekosten führen und eine leichte Senkung vom Juli effektiv rückgängig machen. Dieser Schritt unterstreicht den anhaltenden wirtschaftlichen Druck und die komplexen Faktoren, die die nationalen Energiepreise beeinflussen.
- Die Ofgem-Preisobergrenze steigt ab Oktober an.
- Die durchschnittlichen jährlichen Kosten für variable Tarife werden voraussichtlich 1.755 £ erreichen.
- Etwa 37 % der Kunden mit Festtarifen sind von der Änderung nicht betroffen.
- Die Energiekosten bleiben trotz einer geringfügigen jährlichen Senkung der Obergrenze über dem Niveau von vor 2022.
- Der Anstieg resultiert aus Netzwartung und Förderprogrammen, nicht aus Großhandelspreisen.
Details zur Preisanpassung und betroffene Haushalte
Für schätzungsweise 24 Millionen Haushalte mit Standard- oder variablen Tarifen werden die jährlichen Gas- und Stromrechnungen voraussichtlich 1.755 £ erreichen, gegenüber 1.717 £ im letzten Jahr. Etwa 37 % der Kunden mit Festtarifen bleiben davon unberührt. Die vierteljährliche Preisobergrenze von Ofgem begrenzt den maximalen Einheitspreis und deckelt die Gewinne der Energieunternehmen auf etwa 2,5 %.
Inflationskontext und langfristige Aussichten
Obwohl die neue Obergrenze inflationsbereinigt im Vergleich zu 2024 um 0,9 % niedriger ist als im Vorjahr, bleiben die Energiekosten deutlich über dem Niveau von vor 2022. Dies fällt mit umfassenderen Inflationstrends zusammen, einschließlich steigender Lebensmittelpreise und einer Inflationsrate im Juli, die mit 3,8 % ein 18-Monats-Hoch erreichte. Analysten warnen, dass trotz einer gewissen Stabilisierung der Großhandelskosten nicht mit einer Rückkehr zu den Energiekosten vor dem Ukraine-Krieg zu rechnen ist.
Ursachen des Anstiegs: Infrastruktur und Sozialprogramme
Der Anstieg resultiert nicht aus steigenden Großhandelsenergiepreisen, sondern aus wesentlichen Netzwartungskosten und laufenden Förderprogrammen für schutzbedürftige Familien, einschließlich des „Warm Home Discount scheme“, das einen einmaligen Rabatt von 150 £ gewährt. Dies verdeutlicht eine sich entwickelnde Obergrenzenstruktur, bei der Infrastruktur- und Sozialleistungen gegenüber den Rohstoffpreisen an Bedeutung gewinnen.
Strategien für Energiesicherheit und Preisstabilität
Ofgem erwartet aufgrund der Anfälligkeit Großbritanniens für volatile internationale Gasmärkte weiterhin Schwankungen der Energiepreise. Die Regulierungsbehörde plant die Zusammenarbeit mit der Regierung und den Energieunternehmen, um den nationalen Energiemix zu diversifizieren, die Abhängigkeit von unkontrollierten externen Märkten zu verringern und eine verbesserte Energiesicherheit sowie vorhersehbarere Preise anzustreben.

Markus ist unser Finanzprofi mit einem siebten Sinn für Zinsänderungen und Wirtschaftstrends. Wenn er nicht gerade durch Bilanzen stöbert oder die neuesten Börsennachrichten kommentiert, sucht er verzweifelt nach dem perfekten Cappuccino – vorzugsweise unter 2 Euro. Sein Motto: „Kaffee rein, Aktien rauf.“